FRÜHSTÜCKen nach TCM – gesund und stark aus der inneren Mitte

Genau wie ein Auto Benzin braucht , um Leistung zu bringen, benötigen auch wir ein wertvolles Frühstück für einen guten, energiereichen Tag. Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Die TCM sagt: Iss am morgen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann.

Was ist so gesund am Frühstück?

  • es gibt Energie/QI – und füllt unseren Nährstoffspeicher auf
  • es regt den Stoffwechsel, Herz- und den Lungenkreislauf an
  • es fördert und stärkt die Verdauung
  • es regelt den Appetit und hemmt Heißhunger auf Süßes
  • es schützt vor Übergewicht und reguliert ganz allein das Gewicht
  • es beugt Müdigkeit und Antriebslosigkeit vor (macht körperlich und geistig fit für den ganzen Tag)
  • es fördert die Konzentration und erhöht die Leistungskraft
  • es wärmt den Körper und stärkt das Immunsystem (im Sommer brauchen wir die Energie, damit diese unseren Körper kühlt)
  • es ernährt das Bindegewebe und hält alle Organe an ihrem Platz
  • es regt die Blutproduktion an und lässt mit der Energie das Blut gleichmäßig in den Gefäßen fließen

Und wenn wir gar nicht frühstücken?    NICHTS zu frühstücken, ist absolut falsch und ungesund! Dein Körper, deine Organe, dein Geist brauchen wertvolle Energie um funktionieren zu können und gesund zu bleiben. Aus NICHTS kann keine Energie produziert werden. Deine Organen gehen somit zur „Niere“ und “schnorren” von dieser wertvolle Energie. Sind diese Reserven erschöpft, zeigen sich die Auswirkung im Laufe deines Lebens. Somit ich es wichtig, dass man täglich frühstückt und auch vor allem WAS und WIE man frühstückt.

Was passiert, wenn du „kalt“ frühstückst wie zB. ein Brot, Weckerl, Semmel, Schinken, Wurst, Marmelade, Obst usw?    Diese Lebensmittel sind thermisch kalt und enthalten viel Feuchtigkeit. Diese bleibt im Körper liegen und Nässe verlangsamt die Energie in unserem Körper. Feuchtigkeit zeigt sich im Körper nicht nur in der Verdauung (Blähbauch, weicher Stuhl/Durchfall) sondern und an der Haut (Cellulite, Schwellungen, Ödeme, Hautstörungen, Akne).

Andere Symptome sind Übergewicht, Bauchfett, erhöhter Cholesterinwert, Immunschwäche, häufige Erkältungen, chronische Schmerzen bis hin zur Unfruchtbarkeit (ein Baby braucht Energie und Wärme und wird sich nicht in einem Kühlschrank „einnisten“.)

Orangensaft oder Smoothie zum Frühstück sind ebenso nicht zu empfehlen. Diese sind nicht nur thermisch kalt, sondern sind Zitrusfrüchte sind meist extrem sauer und der saure Geschmack wirkt zusammenziehend, die Energie wird nicht bewegt sondern zieht sich zusammen. Ebenso ist von einem Müsli mit kalter Milch oder Joghurt und Früchten abzuraten.

In der TCM wird KEINE tierische KuhMilch bzw. deren Produkte verwendet, da diese den Körper sehr verschleimen! Schleim zeigt sich in Lipome, Schwellung der Lymphknoten, Arthritis, Myome, Zysten, Gallen- Nierensteine, Schleim im Thorax (Husten oder Nase), Depressionen (der Geist ist verschleimt) bis hin zum Krebs uvm.

Welche Disharmonien oder Krankheiten können sich zeigen, wenn das QI fehlt?    Unser Körper braucht durch die Zufuhr einer kalten Nahrung sehr viel QI/Energie, um diese aufzuwärmen, zu verstoffwechseln und zu verwerten. Frühstücken wir gar nicht, oder ernähren wir uns oft oder ständig mit „thermisch kalten Lebensmittel“, so zeigt sich das irgendwann in einem Milz Qi Mangel, welcher verschiedene Disharmonien (aber auch Krankheiten) im Körper verursachen kann.

´Diese können sich wie folgt zeigen:

  • Müdigkeit / Antriebslosigkeit / Konzentrationsschwierigkeiten, Lernschwäche
  • kalte Extremitäten wie kalte Hände/Füße, kaltes Körperempfinden/Erkältungen
  • Rückenschmerzen, chronische Beschwerden/Schmerzen
  • Bindegewebsschwäche, Krampfadern/Cellulite,
  • Organsenkungen
  • Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall uvm. sind einige davon.
  • Heisshunger/Gusto auf Süssigkeiten – vor allem nach dem Mittagessen oder am Nachmittag

Wieso ein warmes Frühstück und für welche Organe ist es besonders Wichtigkeit?

Der Schlüssel zu einem gesunden, starken Körper und einem ausgeglichenen, klaren Geist ist ein WARMES FRÜHSTÜCK!

In der TCM wird die Milz/Bauchspeicheldrüse und der Magen als „unsere MITTE“ bezeichnet und steht für den gesamten Verdauungsapparat, zu welchem auch der Dünndarm, Dickdarm, Leber und die Gallenblase gerechnet wird (westlich: der Stoffwechsel. Unser Verdauungsapparat hat einen Körper und eine Muskulatur, hier wird das Eiweiß- Binde und Fettgewebe gespeichert).

Die Chinesen sagen, dass auch das Gehirn ein Teil des Verdauungsapparat ist, da wir auch unsere Gedanken zu verdauen haben. Zuviel Grübeln und Sorgen machen, schwächt die Milz und Sorgen bleiben oft „unverdaut im Magen, der Mitte, liegen“. Die Milz beherbergt das DENKEN, drum fördert das Frühstück die Konzentration und Leistungskraft.

Die Milz bildet aus der Nahrung und dem Sauerstoff das QI – die Energie – die in unserem Körper fließt und diesen, sowie jede Zelle energetisch und auch materiell – mit Blut – versorgt. Somit ist sie auch an der Blutproduktion beteiligt. Sie kontrolliert das Blut und hält es in den Gefäßen und ist dafür zuständig, dass alle Organe im Körper an ihrem Platz bleiben und sich auch ein Fötus in der Fruchtblase einnisten und gehalten werden kann.

Die MILZ ist auch dafür zuständig, dass wir unsere Hände und Füße bewegen können. Auch zeigt sie den Zustand der körperlichen Energie – sind wir körperlich und geistig fit, aktiv gesund oder ist das Gegenteil der Fall.

Und da die Milz die Wärme liebt und braucht – braucht sie auch das tägliche thermische warme Frühstück. Und warm bezieht sich auf die Energie, die in dem Frühstück steckt. Gut warm zu frühstücken heißt nicht, dass man deshalb zunimmt, im Gegenteil, der Körper produziert mehr Energie (Wärme) und kann die Nahrung leichter verarbeiten bzw. verbrennen, da der Stoffwechsel angeregt wird.

Milz/Magen sind in der TCM das Mutter-Element von Lunge/Dickdarm. Disharmonien und eine Schwäche in Lunge/Dickdarm, sowie ein schwaches Immunsystem, Allergien/ Nahrungsmittelunverträglichkeiten, führen immer auf eine schwache Mitte (Milz) zurück.

Trink täglich vor dem Frühstück ein Glas warmes Wasser oder eine Tasse Ingwertee. Ingwer ist das gesündeste „scharf“ von den Geschmacksgebern und wirkt sich auf den gesamten Organismus förderlich aus, weil das „innere Feuer“, welches durch den Ingwer entfacht wird, alle Energiebahnen im Körper frei machen.

Zubereitung: Für 500ml Ingwertee fünf dünne Scheiben vom frischen Ingwer und ca 10 min. mit geschlossenem Deckel (damit die wichtigen ätherischen Öle beim Kochen nicht verloren gehen) köcheln lassen. Ist der Tee zu scharf, dann einfach noch ein Wasser dazugeben und das nächste Mal weniger Ingwer verwenden (auch sehr zu empfehlen bei einem grippalen Infekt bzw. einer Erkältung)


FRÜHSTÜCKSIDEEN

Es gibt keine Chinesische Medizin ohne einem warmen Frühstück. Hier zwei Grundformen:

  1. Die Suppe (in Asien das klassische Frühstück) – kennt jeder und in die Suppe kann getan werden, was immer einem schmeckt. Je länger sie köchelt, desto mehr Energie hat sie.
  2. Der Brei (Porridge)
  3. Omlette/Eierspeise
  4. Pancakes/Pfannkuchen

Am einfachsten und schnellsten ist ein Porridge aus Hafer- Dinkel oder 3-Kornflocken

Eine Tasse (oder weniger) in einen Topf, die 2- oder 3fache Menge an Wasser dazu – statt Wasser kann man auch pflanzlichen Milchersatz wie Reis- Mandel- Kokos- oder Hafermilch verwenden – frisches oder getrocknetes Obst dazu (eine Prise Salz), eventuell auch Gewürze wie Kardamon dazugeben, kurz aufkochen lassen, Deckel drauf, Herd abschalten und nachköcheln bzw. ziehen lassen. Danach mit Zimt (gibt viel Wärme, daher eher im Sommer meiden), geriebenen Nüssen, Mandeln, Kokosflocken oder sonstigem verfeinern, etwas Öl dazu (macht Getreide leichter verdaulich), wenn zu wenig süß dann einen Löffel Honig, Joghurt, Marmelade oder Ahornsirup drüber – fertig. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wichtig beim Süßen: Honig immer erst nach dem Kochen dazugeben, denn wenn Honig über 40 Grad erhitzt wird, verschleimt dieser ebenso. Auch beim Kauf von Honig immer darauf achten, dass dieser nicht erhitzt wurde und er von der Region bzw. aus Österreich stammt!

Magst du lieber pikant und deftig frühstücken?  Dann verwende anderes Getreide wie zB Hirse, Reis, Couscous, Bulgur, Quinoa. Der Vorteil ist: man kann diese für etwa 3 Tage vorkochen und im Kühlschrank aufbewahren. Hirse jedoch unbedingt  vorher waschen. 2Fache Menge Wasser und wie Reis kochen lassen. Jene Portion die man möchte gibt man in der Früh in eine Pfanne, ein bisschen Öl dazu und entweder mit mit Schinken, Gemüse, Tomaten, Frühlingszwiebel, Avocado, Tomaten, Ziegen/Schafkäse, Ei usw. und je nach Belieben mit frischen Kräutern würzen!

Omelette oder eine Eierspeis mit Gemüse, Karotten, Lauch, Schinken oder frischen Kräutern und Schafkäse. Die Zutaten klein schneiden, kurz anbraten, frische Gewürze drüber und dazu ein ein getoastetes Brot!

Wenn es dir wieder in der Früh an der Zeit fehlt, kannst du das Gemüse bereits am Vorabend zubereiten und erst in der Früh das Ei dazugeben und anbraten. 

 

 


PfannkuchenMein derzeitiges  LieblingsPfannkuchenrezept ist mit einer Banane. 

Dafür nimmt man 100ml pflanzliche Milch, 1 Banane, 100 g Dinkelmehl,wenn man maetwas Agavensirup, 1 Prise Salz. Alles vermixen und in Öl die Pfannkuchen herausbraten.


Keine Zeit in der Früh um dir ein Frühstück zu machen?  Dann bereite dir dein Porridge einfach am Vorabend zu. Am Morgen noch etwas Wasser oder pflanzliche Milch dazu und erwärmen. Stehst du besonders früh auf und kannst oder will du es später essen, so ist das auch kein Problem. Porridge lässt sich sehr gut in die Arbeit oder ins Büro mitnehmen.

Wann ist die beste Zeit zum Frühstücken?   Das ist zwischen 07.00 und 09.00 Uhr – um diese Zeit hat der Magen die meiste Energie, dh die Nahrung kann besser verwertet werden und das QI der anderen Organe bleibt verschont.

Was kann ich meiner MILZ/Bauchspeicheldrüse noch Gutes tun?    Die Milz geht nach der TCM um 18h schlafen dh, abends eine leicht verdauliche Kost wie zB. eine Suppe oder gekochtes Gemüse zu sich nehmen bzw. die Nahrung gut einspeicheln, damit sie als „Brei“ in den Magen kommt. Sonst muss die Milz abends/nachts Verdauungsarbeit leisten, und man ist morgens müde und matt und in Folge tragen auch Dickdarm und Lunge die Rechnung, weil sie energetisch unterversorgt sind.

Wichtig ist auch: WARM TRINKEN. Auch sollte die Nahrung eine gewisse Temperatur haben. Die Wärme aktiviert Verdauungsenzyme, wodurch die Milz das Essen nicht mehr auf unsere Körpertemperatur„aufwärmen“ muss.

  • Kalte Getränke vor und während dem Essen oder ein kalter Salat, kühlen den Verdauungsapparat ab – die Milz muss alles wieder mühsam aufwärmen, bis der Speisebrei im Magen und Dünndarm die Körpertemperatur erreicht hat. In der chinesische Medizin sagt man, dass man vor dem Essen nicht oder nicht viel und wenn, dann nur warm trinken sollte.

  • Am besten jedoch isst man vor der Hauptmahlzeit eine Suppe – dann verdaut man viel besser bzw. erlischt das Verdauungsfeuer nicht!

  • Gekocht heißt nicht, dass man dieses auch heiß essen muss (speziell im Sommer). Eine gekochte Zucchini- oder Tomatensuppe – lauwarm gegessen – wirkt kühlend, da unsere Lebensmittel eine thermische Wirkung haben (heiß, warm, neutral, kühlend, erfrischend, kalt)!

  • Die Nahrung langsam kauen und jeden Bissen gut einspeicheln, somit werden die Verdauungsenzyme aktiviert und die Zersetzung der Nahrungsmittel erleichtert.

  • Zu heiß essen ist ebenso schlecht wie zu kalt essen – beides wirkt sich ungünstig auf die Magenschleimhaut aus und fördert die Geschwürbildung.

  • Rücksicht nehmen auf die nervliche Verfassung. Die Chinesen warnen, nach großem Ärger sofort zu essen, ebenso ist Aufregung nach dem Essen schlecht. Nach einem üppigem Mahl nicht gleich hinlegen – Bewegung ist besser für die Verdauung. Ist man nach dem Essen müde und matt, zeigt dies ein schwaches Milz Qi.


Nimm dir Zeit zum Essen und iss deine Mahlzeiten mit Genuss (ohne zu lesen, arbeiten oder fernsehen) – dein Körper und deine Gesundheit werden es dir danken!

 

 TCM Energetik E Mohr ©

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